
Einführung
Ende Mai 2022 waren wir etwas länger als eine Woche auf Kreta. Im Jahre 2015 waren wir bereits einmal auf Kreta, damals in der Stadt Hania. Diesmal haben wir unser Domizil in Chora Sfakion gewählt, das die Einheimischen wohl einfach nur Sfakion nennen.
Einen Überblick über Kreta zeigt die folgende Karte, in der der Kartenausschnitt eingezeichnet ist, in dem unser Domizil und unsere Ausflusgsziele lagen.

Chora Sfakion liegt im westlichen Bereich der Südküste, wo die Fähren ankommen, die die Wanderer von Agia Roumeli, dem Ausgang der berühmten Samaria-Schlucht abholen. Details zeigt der folgende Kartenausschnitt.

Besonders dieser westliche Bereich der Südküste, man könnte sagen, alles, was westlich von Chora Sfakion liegt, ist so zerklüftet, dass es keine durchgängige Küstenstraße gibt. Manche Orte, wie eben auch der am Ausgang der Samaria-Schucht (Agia Roumeli), können gar nicht mit dem Auto erreicht werden. Sie sind dann nur zu Fuß oder per Boot erreichbar.
Inhalt
Ankunft
Hoteltag
Sweat Water Beach
Kajaktag
Bootstour
Frangokastello
Aradena-Brücke
Aradena-Schlucht
Rückflug
Kurzfassung
[25.5.2022] Besuch am Sweat Water Beach, den wir schon von einem früheren Besuch auf Kreta kennen.
[26.5.2022] Geführte Kajaktour mit Stelios (s. Foto). Sehr zu empfehlen und zu buchen über: enjoy-crete
[27.5.2022] Bootstour entlang der Küste Richtung Westen, mit einem gemieteten Boot, bis zum abgelegenen Domata Strand.
[28.5.2022] Frangokastello und zum Strand Rodakino mit urtypischer Taverne.
[29.5.2022] Aradena-Brücke und nochmal zum Sweat Water Beach.
[30.5.2022] Anstrengende Wanderung durch die sehr beeindruckende Aradena-Schlucht.
[31.5.2022] Rückflug
Ankunft
[23.5.2022] Über München sind wir nach Heraklion geflogen und von dort mit dem Mietwagen direkt nach Chora Sfakion. Reine Fahrtzeit war laut Navi 2:20h.
Von Heraklion geht es zügig 110km die Küste entlang, bis man nach Süden durch die Berge abbiegt. Dann hat man nur noch 40km vor sich, aber die dauern etwa eine Stunde, obwohl die Straße gut ausgebaut ist. Immerhin müssen hier auch all die Busse langfahren, die die Wanderer der Samaria-Schlucht in Chora Sfakion von der Fähre abholen.
Dabei geht es an der nicht ganz so berühmten Imbros-Schlucht vorbei und auf einer Art Pass liegt sie unter einem mit Blick auf das Lybische Meer:

Auf dem Pass gibt es eine kleine Terrasse mit dem atemberaubenden Blick. Aus Anstand haben wir nicht nur den Ausblick genossen, sondern auch frisch gepressten Orangensaft bestellt, und der war wirklich großartig.
Etwas skurriler mutete da die Sammlung verrosteter Gewehre mit Ziegenschädeln an.

Gegen 18:00 waren wir im Hotel.
Hoteltag
[24.5.2022] Am ersten Tag haben wir uns, nach ausgiebigem Frühstück, versteht sich, erstmal am Pool erholt. Beim Schwimmen konnte man Bergspitzen mit noch übriggebliebenen Schneefelder sehen. Etwas später habe ich das dann noch abgelichtet, und zwar so, dass ein paar Palmen das Bild abgerundet haben:

Das dürften die Lefka Ori, zu deutsch die weißen Berge, mit dem Pachnes als zweithöchstem oder vielleicht sogar höchstem Berg (2.454m) sein. Zur Erinnerung: Die Zugspitze ist 2962m hoch, also nur 500m höher.
Wir haben uns dann aber doch noch aufgerafft und sind für zwei Stunden an einen Strand in der Nähe gegangen, einem Kiesstrand mit etwas schwierigem Einstieg, weil neben Kies auch etwas rutschige Felsplatten im Wasser lagen, allerdings nichts scharfkantiges dabei.
Sweat Water Beach
[25.5.2022] Heute haben wir uns als Ziel den Sweat Water Beach ausgesucht. Dazu fährt man knapp 2km westlich von Chora Sfakia bis zur ersten 180° Kehre der Straße und parkt das Auto am Straßenrand.
Die Wanderung führt entlang der Küste und ist gut zu bewältigen, wenn man keine Knieprobleme hat. Im Grunde ist der Weg gut angelegt, hat aber einiges an Geröll und einige Felsstufen.

Es war auch ein super Tag, mit strahlend blauem Himmel und das blau-türkise Wasser war ein Traum. Im Hintergrund kann man Sweat Water Beach schon sehen. Der Strand ist in die recht steil abfallenden Felsen eingefasst.

Unterwegs gab es einige Bergziegen zu sehen, die in schwindelerregender Höhe ganz nah am Abgrund kraxelten.

Außerdem haben mich diese Kajakfahrer inspiriert, ob man sich vielleicht ein Kajak mieten kann, denn das Paddeln auf diesem blauen Wasser, praktisch ohne Welle, sah einfach zu verlockend aus.

Und da ist er nun, der Sweat Water Beach, aus Osten fotografiert.

Der Sweat Water Beach heißt so, weil durch den Kiesuntergrund Quellwasser aus den Bergen ins Meer fließt. Das Wasser ist hier tatsächlich sehr klar. Hania meint, sie hat geschmeckt, dass es nicht so salzig wie in einer Vergleichsbucht am Vortag schmeckt, und es ist auch merklich kühler. Man kann an einigen Stellen eine Mulde in den Kies graben und hat dann tatsächlich frisches Süßwasser.

Aus der Perspektive aus Osten scheint der Felsen, der den Sweat Water Beach einschließt, noch massiver zu sein.
Kajaktag
[26.5.2022] Gestern habe ich am Sweat Water Beach ein paar Kajakfahrer angesprochen, die ziemlich schicke Kajaks hatten. So ist dann der Traum einer Kajaktour auch gleich heute war geworden. Die geführte Tour ist von enjoy-crete angeboten worden und das ist, jedenfalls für die Kajaktour, faktisch Stelios.

Wir hatten Bilderbuchwetter. Neben super Sonne war der Wind auch schwach (2m/s), sodass das Wasser sehr glatt war mit traumhaftem Blick in die Tiefe und dieser tollen Farbe.

Von Lingas Beach, der etwa 1km westlich von Chora Sfakion liegt, ging es Richtung Osten, zunächst vorbei an einer Steilküste, mit Höhlen, in die man auch hineinfahren konnte:

Das Fotos sieht aus, als sei es mit einem Blitzlicht aufgenommen worden, aber es war nur so, dass es in der Höhle sehr dunkel war, jedenfalls im Vergleich zum hellen Sonnenschein draußen, und die Kajaks sehr gut reflektierten. Der Blick nach draußen sah so aus:

Eine erste Pause haben wir in einer kleinen felsigen Bucht mit Kiesstrand eingelegt.

Danach ging es weiter die Küste in Richtung Osten, die nun etwas flacher wurde, bis zu unserer Mittagspause, die wir in einer Taverne gleich neben diesem Strand genossen haben.

Ich hatte nur einen riesengroßen Kretischen Salat mit einem Becher Schokolade hinter her, Wasser für alle für 10,00€. Dazu gab es hinterher noch ein kleines Stück Kuchen aufs Haus.

Auf dem Rückweg haben wir diesen Strand zur Rast genutzt, natürlich mit kleiner Schwimmrunde. Dann ging es schließlich zurück zum Lingas Beach:

Das war eine schöne Tour. Topp Wetter, tolle Strecke und auch eine sehr nette, gut durchmischte Gruppe: Céline und Lukas aus Berlin/Chile; Michaela und Iannis aus Österreich/Griechenland; Brigitte und Robert aus den Niederlanden, Alice aus Hamburg, sowie der Tourguide Stelios mit Unterstützung von Yve, ursprünglich aus der Bretagne.
Besonders interessant fand ich, dass Stelios die Einerkajaks selbst entworfen und gebaut hat, aus GFK. Dazu hat er uns viele Geschichten zu den Problemen erzählt, die er lösen musste. Eine war, dass er nach vielen Versuchen eine gute Form und einen etablierten Prozess hatte, der Parameter wie Mischungsverhältnis für das Harz, Temperatur und Aushärtungszeiten beinhaltet, mit dem er mehrere Boote erfolgreich hergestellt hat. Dann hat er nur die Farbe geändert und es funktionierte schon nicht mehr.
Bootstour
[27.5.2021] Heute wollten wir ursprünglich mit der 9:30 Fähre von Chora Sfakion nach Loutro fahren. Die 9:30 Fähre wurde aber gestrichen und da hatten wir uns spontan entschieden, ein Motorboot zu mieten. Mit dem sind wir von Chora Sfakion westwärts gefahren.

Zunächst ging es vorbei an unserem Lieblingsstrand, dem Sweat Water Beach, der in dieses Felsmassiv eingebettet ist, nämlich etwa dort, wo die Baumreihe erkennbar ist. Auf dem Foto ist durch die Spiegelung auch die glatte Wasseroberfläche und damit der schwache Wind an diesem Tag zu erkennen.

Am Ende von Sweat Water Beach steht dieses Kirchlein auf einer Landzunge.

Weiter entlang der Küste kommt zunächst Loutro (s.u.) und dann der Ausgang der Aradena-Schlucht. Jetzt wird auch klar, warum ein Boot hier das geeignete Verkehrsmittel ist. Die westliche Südküste Kretas ist nicht nur sehr gebirgig, sondern auch von vielen Schluchten durchschnitten. Manche Orte haben hier gar keine Straßenanbindung.

Direkt am Ausgang der Aradena-Schlucht liegt der Marmara Beach, den diese stark herangezoomte Aufnahme zeigt.

Etwa 10 km weiter westlich öffnet sich die berühmte Samaria-Schlucht zum Lybischen Meer. An ihrem Ausgang liegt Agia Roumeli, etwa in der Mitte des obigen Fotos. Der kleine Ort hat ebenfalls keine Straßenanbindung, und so werden die erschöpften Samaria-Wanderer hier meist mit einer Fähre nach Chora Sfakion gefahren, wo Busse auf sie warten.

Auf halbem Wege zwischen Marmara Beach und Agia Roumeli ist diese Kirche in den Felsen gebaut. Es ging dann weiter entlang der unwirtlichen Küste, in der es noch ein paar Strandbuchten gab, wie die folgende.

Zoomt man den linken Teil der Bucht heran, entdeckt man Bienenkörbe. Einen Imker hätte man an dieser kargen und unzugänglichen Küste nicht erwartet.

Dann hatten wir auch auch fast den äußersten Punkt unserer Bootstour und damit unser erstes Ziel erreicht, den Domata Strand:

Wie man dem Schild entnehmen kann, liegt Domata auf einer Wanderroute. Trotzdem waren wir hier ganz allein, denn der Strand ist sehr abgelegen und nur durch Wandern ober per Boot erreichbar. Im folgenden Bild ist übrigens unser Mietboot zu sehen.

Auch dieser Strand ist ein Kiesstrand, wie viele Strände im Süden von Kreta, und auch hier strömt Süßwasser unterirdisch bzw. durch den Kiesboden ins Meer.

Der Strand war jedenfalls ein Traum, aber irgendwann kam dann doch ein zweites und Boot und wir sind dann wieder aufgebrochen, mit nächstem Halt am Agios Pavlos Beach, an dem auch die gleichnamige Kirche Ekklisia Agios Pavlos stand, die sich ganz unscheinbar in die Umgebung einfügt.

Von diesem Kirchlein aus geht der Küstenstreifen in einen langen einsamen Strand über, wo wir einen weiteren Halt gemacht haben.
Schließlich haben wir Station in Loutro gemacht und im Restaurant Ilios mit Blick auf die Bucht gegessen: Dorade + Thunfischsteak, beides super lecker + 3 Getränke: 34,80€.

Loutros ist auch nur mit dem Boot zu erreichen. Bei einem kleinen Spaziergang durch den entsprechend ruhigen Ort hatten wir immer einen schönen Blick auf die Bucht und konnten das schöne einlaufende (Fischer?-)Boot mit Vater und Tochter bewundern.

Auf dem Rückweg noch einen kurzen Stopp am Sweat Water Beach.
Es war jedenfalls eine sehr schöne Tour, sehr zu empfehlen. Für das Boot brauchte man keinen Bootsführerschein. Es gab eine kleine Einweisung und man musste eine App auf dem Smartphone installieren die einem über Gefahren unterwegs informiert hat und über die der Vermieter wohl auch wusste, wo man war. Das konnte man über notosmare direkt im (südlichen) Hafen bei Chora Sfakion buchen bzw. vor Ort ohne Vorbestellung mieten.
Frangokastello und Rodakino
[28.5.2022] Heute haben wir uns ein Ziel etwas östlich in der Nähe ausgesucht: Frangokastello. Tja, das Kastell war wegen Bauarbeiten geschlossen und so ist uns nur dieser Blick geblieben.

Wir sind dann weiter nach Osten auf der Suche nach einem neuen Strand gefahren. Nach ein paar Irrfahrten, auch vorbei an dieser Gruppe Schafe (oder sind es Ziegen?), irgendwo im Nirgendwo (zwischen Argoules und Rodakino) haben wir es aber geschafft. Ein Teil der Irrfahrten war vielleicht auf einem richtigen Weg, der aber nur mit Geländewagen befahrbar schien, so dass wir weiter nach einem geeigneteren Weg gesucht haben.

Die Hartnäckigkeit hat sich aber ausgezahlt. Ein recht langer Strand, an dessen Anfang ein ausreichender Parkplatz neben Gastronomie war. Wir sind dann gen Westen gegangen und da war dann auch viel Platz bzw. wenige Leute. Auch ein Kiesstrand, mit steinigen Stellen, aber wo wir lagen, konnte man gut liegen und gut ins Wasser.

Ganz am östlichen Ende, nicht weit von unserem Plätzchen, war eine kleine Taverne, nicht sehr touristisch und vielmehr einheimisch. Da haben wir auch ein wenig im schattigen Garten gegessen und getrunken. Es war auch eine Flucht in den Schatten der Taverne, denn auch an diesem Tag war es sehr heiß und ohne Schatten am Strand.

In der Zeit, als wir dort waren, kam ein kleiner Verkaufswagen vorbei, bei dem die Wirtin der Taverne auch gleich ein paar Früchte gekauft hat, ich glaube Weintrauben, oder andere Früchte in der Größe, die sie gleich an die Gäste verteilte.
So ist der Tag trotz Enttäuschung am Frangokastello und Irrfahrt noch sehr schön gewesen.
Aradena-Brücke
[29.5.2022] Diesmal ging es wieder Richtung Westen, vorbei an der Straßenkehre, von der man zum Sweat Water Beach geht, weiter den Hang hoch, von dem man einen guten Ausblick auf Chora Sfakion hat …

… weiter nach Anopolis. In Anopolis haben wir auch einen Stopp eingelegt. Der Ort ist klein, aber dafür, dass die Straße eigentlich nirgenwo mehr hinführt, doch größer als erwartet. Einzig sehenswert schien uns diese moderne Kirche mit Friedhof zu sein.

Wir sind dann aber weiter zur Brücke über die Aradena-Schlucht.

Ein kleines Abenteuer ist schon das Überqueren der Brücke, die als Straßenbelag nur lose aufgelegte Holzbohlen hat, so hört und fühlt es sich jedenfalls an, wenn sie klappern, während man mit dem Auto darüber fährt, oder mit dem Motorrad.

Die Brücke haben übrigens zwei Brüder aus der Gegend gestiftet, die wohl im Ausland zu Reichtum gekommen sind und in ihrer Heimat den Weg zu ihrem Geburtsdorf weniger beschwerlich machen wollten, wenn ich das richtig erinnere.

Von der Brücke hat man einen atemberaubenden Blick die in die Schlucht. Gelegentlich drehen auch ein paar Geier ihre Runden.

Auf der anderen Seite der Brücke ist, neben einem Kiosk für Touris, das verlassene Dorf Aradena. Es soll nach einer Vandetta in den 50er Jahren aufgegeben worden sein. Von zwei Clans haben wohl Kinder von Clan 1 einer Ziege des Clans 2 eine Glocke geklaut. Bewaffnete Männer des Clans 2 sind dann bei Clan 1 vorstellig geworden. Jedenfalls haben die Überlebenden sich dann geeinigt, das Gebiet zu verlassen.

Ist jedenfalls interessant, dieses kleine Dorf anzusehen. Es war vielleicht mal ganz hübsch, teilweise natürlich verfallen, aber es scheint nicht ganz verfallen zu sein.

Auch das kleine Kirchlein scheint in Takt zu sein, mit Blick auf die Lefka Ori …

… und typischer Glocke mit Seil nach außen.

Habe auch einen Blick durchs Fenster ins Innere der Kirche riskiert. Sie scheint ganz normal in Benutzung zu sein.

Eine Baumziege hat sich in Aradena ebenfalls wohl gefühlt.

Zum Nachmittag sind wir nach Chora Sfakion zurückgekehrt und von dort mit dem Wassertaxi zum Sweat Water Beach, vorbei an einer von Fels umschlossenen Bucht in der Nähe des Ilingas Beaches.

Aradena-Schlucht
[30.5.2022] Inspiriert durch den Blick von der Brücke auf die Schlucht haben wir uns dann zu einer Wanderung entschlossen. Die Samaria-Schlucht war uns zu lang, da Hania Anfang des Jahres eine Knie-OP hatte. So sind wir wieder zur Aradena Brücke, aber ab Chora Sfakion mit einem Taxi, denn auf dem Rückweg würden wir wieder in Chora Sfakion herauskommen.

Jetzt am frühen Morgen wirft die Brücke Ihren Schatten auf die Felswand, die dadurch noch Furcht einflößender wirkt.

Aber der Abstieg war ganz angenehm, vorbei an diesem überhängendem Busch und mit Blick auf den alternativen Abstieg auf der anderen Seite. Vielleicht musste man früher auch dort herunter und auf dieser Seite wieder hoch, bevor die Brücke da war.

Und so sieht das nun von unten aus. Eine tief eingeschnittene Schlucht, wirklich beeindruckend. Zunächst ein kleiner Spaziergang auf dem Grund der Schlucht.

Wir sind dann auch noch an diesem Pfad mit Treppe nach oben vorbeigekommen, aber wir wollten ja nicht wieder nach oben. Tja, aber das wäre wohl die Umgehung um die nun folgenden schwierigen Passagen gewesen.

Der Blick zurück ist schön und zeigt die beeindruckenden Felsen, die nicht leicht zu bewältigen waren. Hier ist ein Ausschnitt von dem unscheinbaren Felsen, den das vorige Foto unten rechts zeigt:

Jetzt kann man erkennen, wie unser Weg war. Zunächst gab es dieses Führungsseil, damit man nicht abstürzt, und dann musste man sich an dem Doppelseil mit den Knoten abseilen, denn der blanke Felsen gab gar keinen Halt. Die Knoten waren vielleicht im Abstand von einem halben Meter oder mehr und an dem Seil musste man sich geschätzt 5 Meter abseilen. Und dann ging es mit rostigen Leitern weiter.

Das waren jedenfalls mehr als 5 Meter. Es gab noch einige weitere Kletterstellen, aber das Schwierigste hatten wir geschafft. Hier noch ein Blick zurück, der auch eine der Leitern zeigt.

Von hier aus öffnete sich die Schlucht dann mehr und mehr, sodass auch die Sonne wieder präsenter war, und es war sehr heiß an diesem Tag.

Es gab dann auch bald mehr Vegetation wie hier ein Blütenmeer aus Oleander, der in Griechenland recht häufig ist.

Es lag dennoch einiger weiterer Abstieg vor uns.

Wir haben auch einen Kretischen Aronstab gesehen, von dem das Foto den Früchtestand zeigt.

Jedenfalls war die Wanderung sehr beeindruckend in der Aradena-Schlucht, aber nichts für Wanderer mit schlechtem Schuhwerk und Höhenangst, oder frisch operiertem Knie. Aber wir konnten oder wollten nicht mehr zurück und haben das durchgezogen. Von der Umgehung für die schwierigste Stelle haben wir erst später erfahren, ich glaube, von anderen Wanderern, mit denen wir uns noch in der Schlucht unterhalten haben. Dafür haben wir nun die Erfahrung gemacht und im Nachhinein war es doch sehr interessant.
Die Wanderung hat vielleicht 4 Stunden gedauert und endete, wie die meisten Schluchten auf Kreta, am Meer, an der Marmara-Bucht, hier der erlösende Blick auf die Bucht.

Hania konnte keinen Meter mehr gehen und so haben wir uns an der Bucht etwas in den Schatten gelegt (ganz links an der Felswand), und auf das Wassertaxi gewartet.

Im Hintergrund ist gut der Einschnitt zusehen, bei dem die Aradena-Schlucht durch den letzten Felsen kommt. Der Marmara-Beach ist auch schön, und hat neben dem Anleger fürs Wassertaxi noch eine kleine Bar, die über dem Anleger auf einem weiteren Felsen thront.

Der Weg zurück per Wassertaxi ging auch wieder vorbei an Loutro und zurück nach Chora Sfakion.
Rückflug
[31.5.2022] Am 31. Mai war dann unser Rückflug, gegen 18:30 von Heraklion. Da ich vom 31. Mai keine Fotos habe, waren wir wohl den Vormittag am Pool und haben den Urlaub ausklingen lassen.



